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Schmerzen sind kein Hindernis für Krafttraining
Die Physiotherapie will Schmerzpatienten wieder in Bewegung setzen», sagt Physiotherapeutin Sandra Kaspar. Mit dem Leiden entsteht die Angst vor Bewegungen, die noch mehr Schmerz verursachen können. «Ich will den Menschen zeigen, wozu sie trotz Schmerzen fähig sind», erklärt Kaspar. «Das Erleben der Möglichkeiten gibt viel Lebensqualität und Selbstvertrauen zurück.» Kraft, Beweglichkeit, Ausdauer und Koordination werden gefördert. Nicht beanspruchte Muskeln und Gewebe werden schwächer und verletzungsanfälliger. Ein Teufelskreis: «Viele Patienten geben sich selbst auf», sagt Sandra Kaspar.
Bei chronischen Schmerzen kann nach gezielter physiotherapeutischer Untersuchung ein Kraftaufbautraining als Behandlung besonders effizient sein: Eine starke Muskulatur stützt Gelenke und Wirbel. Bewegung ist zudem durchblutungsfördernd und beschleunigt den Heilungsprozess bei Entzündungen. Entgegen der landläufigen Meinung sind Schmerzen kein Hindernis für Krafttraining. «Entscheidend ist, dass der Schmerz nicht längerfristig verstärkt wird», erklärt Sandra Kaspar. Drei Monate sollten Patienten durchhalten, bis eine Besserung eintritt. «Disziplin ist das Allerwichtigste. Sei es bei den täglichen Übungen zu Hause oder bei der medizinischen Trainingstherapie MTT in der Physiotherapie-Praxis.» Zu Beginn werden die Übungen an den Trainingsgeräten mit wenig Belastung oft wiederholt. «Dann wird das Gewicht gesteigert und auf Kraft und Belastbarkeit trainiert.» Helfen können auch weitere physiotherapeutische Massnahmen wie manuelle Therapie, Weichteilbehandlungen, Wärme- oder Kältepakete sowie Elektrotherapie. |
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| Physiotherapeutin Sandra Kaspar prüft bei einer Patientin in der Zürcher Physiotherapie-Praxis Mantingh die Muskelspannung. |
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